
|
Fünf Elemente
(Wu Hsing) |
|
Die Lehre von Yin und Yang sowie Wu
Hsing, den Fünf Elementen, ist eine Grundlage für das
chinesische Verständnis des Kosmos. Die Yin-Yang-Lehre
besagt, dass alles das Produkt zweier Prinzipien ist: Yin,
das schwache, weibliche und zerstörerische Prinzip und Yang,
das starke, männliche und schöpferische Prinzip. Aus der Beziehung
dieser Prinzipien entstehen die fünf Elemente, die die Veränderungen
in der Welt bedingen.
Wu Hsing bedeutet
Fünf Bewegungen. Dabei ist zu beachten, dass sie einen
dynamischen Prozess darstellen und keine Elemente sind, die -
miteinander kombiniert - Dinge erschaffen. Sie stehen für zyklische
Bewegungen.
Die Lehre der fünf Elemente ist
eine alte Auffassung des Universum für den Menschen anhand von fünf
Aspekten. Der Ursprung dieser Lehre kann von Ägypten, Indien, Tibet
oder von China kommen. Der einfache universelle Grundgedanke
verhindert, dass sich diese Anschauung nicht grundlegend wandelt
oder ändert. Im Grunde ist diese Theorie ein Studium, die Qualität
der Energie wird methodisch erfasst. Die Makroebene bildet das
Universum, die Mikroebene bildet die Einheit des Menschen als Körper
- Geist - Seele. In dieser Lehre geht man von dem Ursachenprinzip
aus. Eine Ursache erzeugt eine Wirkung.

Es gibt zwei Folgen der fünf
Elemente: die Erzeugung (Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser)
und die Überwindung (Feuer wird von Wasser überwunden,
Wasser von Erde, Erde von Holz und
Holz von Metall).
Daraus ergibt sich eine
Reihenfolge: Feuer, Wasser, Erde, Holz, Metall. Man erstellte
Listen in der Reihenfolge der Erzeugung. Im Folgenden stehen
einige der wichtigsten Entsprechungen, die sich auf den Bereich der
Natur - im Falle der Jahreszeiten und Himmelsrichtungen - und auf
den menschlichen Bereich der Unterscheidung - im Falle der
Geschmacksrichtungen und Emotionen - beziehen. Das Wichtigste ist
jedoch, dass Dinge, die sich auf menschliche Aktivität beziehen und
solche, die sich auf die Aktivität der Natur beziehen, in diesen
Listen verbunden werden.
|
| Element: |
Holz |
Feuer |
Erde |
Metall |
Wasser |
| Richtung: |
Ost |
Süden |
Zentrum |
Westen |
Norden |
| Farbe |
grün |
rot |
gelb |
weiß |
blau |
| Geschmacksrichtung: |
sauer |
bitter |
süß |
scharf |
salzig |
| Emotion: |
Zorn |
Freude |
nachdenklich |
Trauer |
Angst |
| Jahreszeit: |
Frühling |
Sommer |
|
Herbst |
Winter |
| |
|
|
|
Es gibt fünf Elemente und vier
Jahreszeiten, daher wird das Element Erde dem Zentrum
zugewiesen und hilft dadurch den anderen Elementen bei der
Regulierung der Jahreszeiten. Daher kommt die Sicht auf die Erde
als der Angelpunkt, um den sich die Jahreszeiten drehen. Dennoch
weisen manche den Hochsommer der Erd-Jahreszeit zu und andere
sagen, dass die Mitte jedes Monats mit Erde korrespondiert. Tung
Chung-Shu sagt, dass Erde nichts besonderes kontrolliert,
sondern die Hauptauthorität der vier Jahreszeiten sei. Er schreibt,
"Erde kontrolliert die fünf Elemente und ohne das Qi des
Erdreichs kann nichts erreicht werden".
Die Ursache der Element-Bewegungen ist das Yin Qi und das
Yang Qi, die zwischen Zu- und Abnahme wechseln. Hier werden die
drei wichtigsten Konzepte des chinesischen Denkens zusammengebracht:
Yin-Yang, Wu Hsing und Qi.
Mit jedem der fünf Elemente werden - je nach Energiebewegung - Eigenschaften und
Schwingungen assoziiert, die wir in unsere Welt erfahren. Man redet dann von dem
Elementen- Prinzip, um dadurch Farben, Gerüche, Richtungen, Zahlen usw. zuordnen
zu können.
|
| Element: |
Holz |
Feuer |
Erde |
Metall |
Wasser |
| Energie: |
expandierend |
nach oben |
horizontal |
zusammziehend |
nach unten |
| Farbe |
grün |
rot |
gelb |
weiß |
blau |
| Richtung: |
Westen |
Norden |
Mitte |
Osten |
Süden |
| Zahlen: |
3, 8 |
2, 7 |
5, 10 |
6, 9 |
6, 1 |
| |
|
|
|
Feuer: Die Energie des
Feuers breitet von unten nach oben aus, wenn der Zyklus seine
maximale Energie erreicht ab. Danach beginnt diese sich zu
verringern. Es ist der Vollmond und die Sonne. Die Farbkraft ist
hell leuchtend und rot. Es hat die dreieckige Form (Bauwerke,
Gegenstände) und es ist rotfarben. Man kann den Betrachter den
Eindruck von Wallfahrtsorten, Andachtstätten, etc. vermitteln. Das
feurige Prinzip (Stärke) wirkt subtil.
Erde: Die Richtung der
Erdenergie bewegt sich horizontal um ihre Achse. Die Kraft drückt
sich in den Erdplattenverschiebungen unserer Welt aus. Die Farben
sind erdfarben gelb und hat den Platz der Energie zwischen den
Elemente. Das wäre der Mittelpunkt zwischen den Richtungen, den
Jahreszeiten und den Zahlen. Die Form ist ein Rechteck und ist in
warme Gelb bzw. Braunfarbtöne getaucht, steht für eine sichere und
stabile Wahrnehmung des Betrachters.
Metall: hat eine hohe
Dichte und die Kräfte wirken von außen aus allen Richtungen nach
innen. Die Eigenschaft ist zähflüssig und zusammenziehend. Der
Herbst und abnehmender Mond ist der Charakter des Metalls, das in
sich geht und sich dabei verkleinert. Es sind runde, kuppelartige
und weiße - spiegelnde glänzende Formen, die Metallenergien
symbolisieren. Der Eindruck dieser Gebilde wirken harmonisch,
anziehend und symmetrisch auf den Betrachter.
Wasser: Die Energie des
Wassers fließt in einer Richtung von oben nach unten. Bevor der
Phasensprung beginnt, ist die größte Ruhe und Konzentration
erreicht. Es ist Neumond und Winter, dunkel und Blautöne, das ist
die Natur der Wasserenergie. Geschwungene oder eingeschnittene
Formen in horizontale, längliche Formen sind die Aspekte des
Wasserprinzips, besonders wenn diese dunkle Farbtöne besitzen.
Holz : breitet sich von
innen nach außen in alle Richtungen aus. Die große Kraft eines
Beginns, in der etwas entsteht und wächst, wie ein Baum. Es ist der
zunehmende Mond und der Frühling und die Kraft zu gebären.
Rechteckige Formen drücken sich durch ihr Wachstum, die Ausdehnung
und junge Dymnanik aus. Grüne Farbtöne unterstreichen diese
Holzaspekte für den Betrachter.
Der schöpferische Zyklus der Elemente:
Die fünf Energieprinzipien gehen harmonisch ineinander in
Schwingungen über. Jede Energie wird dadurch zur Mutter des nächsten
und ist Kind der vorgehendes Elementes. |
|
Feuer ist die Mutter der Erde und das Kind des Holzes.
Davor war
der Frühling, und alles, was nach den Holzprinzip geschaffen wurde,
wird zu vollen Wachstum in die Höhe anregt, durch die
aufwärtsschwingung des Feuers. Die aufwärtsgerichtete Kraft erzeugt
einen Sog der Erdgravitation. Aus der Hitze des Hochsommers wird
langsam die beschauliche Zeit des Spätsommers.
Erde ist die Mutter des Metalls und das Kind des Feuers.
Die Hitze
ist nicht mehr vorhanden und die Gravitation zieht alles, was nach
oben strebte, auf den Boden zurück. Das bedeutet, aus der aufwärts
Bewegung ist eine Bewegung zur Rückkehr geworden. Aus den
kraftvollen Erdbewegungen kondensiert sich das Metall zu der
zusammenziehende Kraft.
Metall ist die Mutter des Wassers und das Kind der Erde.
Die
zusammenziehende Kraft des Metalls nimmt zu, und es verdichtet sich
immer mehr. Es ist Herbst. Ist Metallenergie zu schwach, kann es
sein, das die Mutter Erde nicht mehr ihr Kind ernährt. Dieser
Metallenergieimpuls entwickelt sich zu Wasser und der abwärts
gerichtete Kraft. Es wird Winter.
Wasser ist die Mutter des Holzes und das Kind des Metalls.
Aus der
innengerichtete Kraft wird eine herabfließende Kraft des Wasser,
wird ruhig, konzentriert und transformiert sich zu der
expandierenden Energie des Holzes. Es ist Winter.
Holz ist die Mutter von Feuer und das Kind des Wassers.
Nach der Transformation der Wasserenergie wird die kreative, nach
allen Seiten ausbreitende Kraft des Holzes geboren. Es ist Frühling
und der Sommer wird geboren aus der Kraft, die alle Energien nach
den Seiten wirken lässt. |
|
Der Kontrollkreislauf
Der Schöpfungskreislauf wird
durch Stärke oder Schwäche eines Elemente oder Elementen aus dem
Gleichgewicht gebracht. Es entsteht eine Kontrolle des Zyklus durch
ein oder mehrere Elemente und es entstehen neue Qualitäten der
Energie. Es kann zum Stillstand kommen durch gleich große Kräfte
oder ein Elementprinzip wird geschwächt oder wird nicht mehr
wirksam.
Feuer wird vom Wasser kontrolliert.
Die nach
oben gerichtete Feuerenergie wird vom Wasser nach unten fließende
Kraft ausgeglichen. Wenn Wasser zu stark ist, erlischt das Feuer.
Wenn das Wasser zu schwach ist, lodert das Feuer auf.
Erde wird vom Holz kontrolliert
Die
expansive Kraft des Holzes hemmt die Erdbewegungen bis zum
Stillstand, oder die Richtung der Bewegung ändert sich. Ist das
Holzprinzip zu stark, stört es die Erdbewegungen. Wenn die
Holzenergie zu schwach ist, hemmt es die Erdbewegung weniger stark.
Metall wird vom Feuer kontrolliert.
Die
zusammenziehende Kraft des Metalls wird durch die aufwärts strebende
Kraft des Feuers angeregt sich nicht zu komprimieren und zu
verfestigen, es wird flüssig und dehnt sich aus. Wenn die
Feuerenergie zu schwach ist, erstarrt es zu einer Form. Ist das
Feuer stark genug, kann sich das Metall nicht mehr nach innen
zusammenziehen und verliert seine feste Form und lässt sich
umformen.
Wasser wird von der Erde kontrolliert.
Die
horizontalen rotierenden Kräfte der Erde beeinflussen die abwärts
gerichtet Kräfte des Wassers und hindern diese in die Erde
einzudringen. Wenn die Erdenergie zu stark ist, behindert es die
natürliche Flußrichtung des Wassers in der Erde, ist diese
Erdenergie zu schwach, dringt das Wasser tiefer in die Erde ein.
Holz wird von den Metall kontrolliert.
Die nach
außen dringenden Kräfte des Holzes wird durch die nach innen zum
Mittelpunkt wirkende Kräfte des Metallsprinzips ausgeglichen. Wenn
die Metallenergie zu stark ist, schädigt es das Holzprinzip. Ist das
Metallprinzip zu schwach, wirkt diese auf die Qualität der
Holzenergie ein. |
|
|