Tui Na - Massage

 

Die heilende Kraft der Berührung ist in allen Kulturkreisen seit Menschen Gedenken bekannt. Die Lehre von der Tui Na Massage geht davon aus, dass ein ungestörter Fluss der Lebensenergie Qi Gesundheit bringt. Ziel der Behandlung ist es, diesen Fluss mit speziellen Griff- und Massagetechniken wieder herzustellen. Auch die Gelenke sollen durch Tui Na Griffe heilbar sein.

Wie auch in anderen Kulturen hat sich die chinesische Heilmassage in einem langen geschichtlichen Prozess entwickelt. Sie hat denselben Ursprung wie die Akupunktur. Beide arbeiten mit dem System der Meridiane.

Die vermutlich weltweit frühesten Aufzeichnungen zur Massage finden sich im Huang Di Nei Jing (Klassiker des Gelben Kaisers zur Inneren Medizin). Hier wurde erstmals der Mechanismus und die Indikationen für Massagen vorgestellt.

Ziel der Tui Na Massage ist die Herstellung des Gleichgewichtes von Yin und Yang sowie eine Normalisierung der Zirkulation im Meridiansystem. Als Hauptprinzipien gelten dabei: Verstärkung der Energieströme, Ausgleichen der energetischen Defizite, Lösung von Blockaden, Ableitung schädlicher Energien, Harmonisierung des Körpers in seinem Empfinden und in seinen Funktionen; Optimierung der Funktionskreise der Organe. Mit speziellen Massagetechniken (Streichen, Drücken, Schieben, Reiben, Klopfen, Klatschen, Vibrationen erzeugen) werden gezielt die Triggerpunkte bzw. Maximalpunkte des Körpers behandelt. Die Tui Na Methode umfasst etwa 300 verschiedene Grifftechniken, mit denen sich Krankheiten behandeln, aber auch vorbeugen lassen sollen. Die Ursprünge dieser Heilmethode reichen fast 5.000 Jahre zurück. Eine Behandlung lockert nicht nur Muskulatur, Bänder und Sehnen, die Massage von Akupunkturpunkten soll auch Blockaden im Fluss der Lebensenergie Qi lösen.

Der Unterschied zu westlichen Massage ist, dass Tui-Na nicht nur eine Auflockerung von Muskeln und Sehnen erzielen. Tui-Na, als Teil der TCM, ist ein professionelles Behandlungssystem, das auf eine ganzheitliche Diagnostik beruht und das Behandlungsprinzip der TCM wie auch andere Therapieformen erzielen, zwar „die Leere füllen“ (Qi und Blut stärken), „die Fülle leeren“ (Wasser-, Schleimansammlung ausleiten) und das Yin und Yang wieder ins Gleichgewicht bringen.

Hauptwirkungen: Förderung der Durchblutung, Stärkung des Herz-Kreislaufsystems sowie des Immunsystems, Schmerzlinderung. Besonders wirksam bei Störungen des Bewegungsapparates mit den Symptomen Schmerzen, Durchblutungsstörungen, Bewegungseinschränkung.

Indiziert ist Tui Na unter anderem auch bei Arthrose, nach Operationen, Verletzungen, Schlaganfall, nach Nervenverletzungen, aber auch bei vegetativen Störungen (nervöser Magen, Spannungskopfschmerzen, Migräne, Verspannungen usw.).

Die Indikation ist gleich wie bei Akupunktur.